„Impulse“ in Bad Waldsee

Heute mache ich etwas Werbung in eigener Sache:

In nur zehn Tagen startet bereits meine Ausstellung in der Galerie des „seenema“ in Bad Waldsee.

Ich bin noch voll im Vorbereitungsmodus. Es sind immer tausend Dinge und Handgriffe zu erledigen, die zum Teil auch viel Zeit vom Tag mausen.

Aber ganz wichtig ist es für mich, zum Tag der Eröffnung viele liebe Menschen um mich zu haben. Deshalb lade ich Dich herzlich zu meiner Vernissage ein.

Ich bin sehr glücklich und stolz, dass diese musikalisch wieder von JANISA umrahmt wird. Es ist so schön, dass JANos und meine liebe Tochter ISAbel es ermöglichen konnten aus Bonn zur Eröffnung meiner Ausstellung anzureisen.

Ein kleiner Vorgeschmack für Euch: Den Song „Meine Reise“ hat JANISA kürzlich veröffentlicht. Viel Spaß beim Hören.

Sehen wir uns in Bad Waldsee?

Ich freue mich riesig auf Dich.

Bis zum Sonntag, den 16. März, 11 Uhr,

herzlich, Eure Petra Kolossa.

Caligari-V: Ein Farbenspiel der Architektur in Düsseldorf

Letztes Wochenende stellte ich das fünfte Bild für meine „Caligari“-Serie fertig.

In meinen „Caligaris“ greife ich verschiedene Details einer Stadt auf und verarbeite diese komprimiert auf der Leinwand und gebe kräftig Farbe dazu. Die Linien sind komplett mit der Hand gezogen, es gibt nix gerades; die Perspektiven sind unkorrekt. Letztendlich ergben diese Städtelandschaften ein stimmiges Ganzes.

Jedes Bild hat einen Hintergrund, einen Impuls. So natürlich auch das aktuelle „Caligari“.

Vor etwa zwei Jahren begann ich auf YouTube eine Fernsehserie zu schauen, die schon lange nicht mehr produziert wurde. Ich spulte diese Serie, die fast täglich zwanzig Jahre lang im deutschen Fernsehen lief, in etwa einem Jahr im Nachhinein ab. Das war ein spannendes Stück deutsche Geschichte in vielerlei Facetten. Ich erlebte komprimiert die Entwicklung des Mobiltelefons, der Computer, Notbooks, der Technik überhaupt, die Entwicklung der Sprache, des Zusammenlebens, der Wichtung der politisch-gesellschaftlichen Themen und so vieles mehr. Das hatte mich total gefesselt. Diese Serie lief vom 02.01.1995 bis zum 26.06.2015. Als ich die letzte Folge sah, habe ich es wirklich bedauert, dass die Geschichte nicht weitergesponnen wurde. Es war die Fernsehserie „Verbotene Liebe“. Der Titel klingt kitschiger, als es die Serie ist. Sie war spannend gemacht und zum Teil schon fast ein Krimi. Aber was erzähle ich. Ich war ganz sicher die einzige in unserem Land, die sich diese Folgen eingesaugt hat 😉

Aber was hat das mit meinem neuen „Caligari“ zu tun?

Die Folgen für diese Serie wurden in Düsseldorf gedreht. Es gab immer wieder Einblendungen zum dortigen Medienhafen. Mich beeindruckte die Architektur. Es passt irgendwie nicht wirklich dorthin. Das Häuserensemble wirkt separiert und mächtig, wie vorübergehend abgestellt. Damals, Ende der 1990er wurde der neu zu errichtende Zollhof international ausgeschrieben. Der kanadisch-US-Amerikaner Frank Gehry erhielt den Zuschlag. Nach seinen Ideen wurde das Ganze errichtet.

Während die letzte Folge der Serie lief, machte ich einen Screenshot vom Medienhafen. Dieser diente letztendlich als Idee.

Ich griff mir einige Elemente heraus und schon ging es los mit meiner eigenen farbigen Interpretation im „Caligari“-Stil.

Caligari V – Düsseldorf, 100 x 70 cm, Acryl auf Leinwand

Caligari V - Düsseldorf

Hier kommen nun die anderen bisher entstandenen Bilder. Jedes Bild 100 x 70 cm, Acryl auf Leinwand.

Caligari I – Fort Lauderdale, Caligari II – Miami, Caligari III – Ravensburg, Caligari IV – Chemnitz

Insgesamt habe ich bisher 3,5 qm Leinwand allein nur mit meinen Caligaris bemalt. Ich habe noch nie berechnet, wieviele Quadratmeter Fläche alle meine Bilder ergeben.

Spannend wäre es, zu erfahren, wieviel Fläche es ergäbe, würden wir sämtliche Bilder aller Künstler unseres Globus eng an eng legen.

Eine wunderbare kraftvolle Vorstellung 🙂

Bis zum nächsten Mal,

herzlich, Eure Petra Kolossa.

Phone-ART III: Unendlichkeit und Emotionen auf Leinwand

Der heutige Novembertag ist wieder ein solcher, der nicht hell werden möchte. Es ist windig, hin und wieder regnet es und der Himmel ist dunkelgrau. Immerhin zeigt das Termometer neun Grad. Es fühlt sich jedoch viel kälter an.

Es ist kurz nach fünfzehn Uhr und es ist immer noch oder schon wieder, dunkel. Ich entscheide mich, das Licht einzuschalten und hoffe, damit etwas wacher zu werden.

Um etwas Sinnvolles zu tun, beginne ich, mein Atelier aufzuräumen. Kennst Du das, wenn die Müdigkeit in Trägheit übergeht? Ich beginne dann meistens irgendetwas zu tun, um kein schlechtes Gewissen wegen meiner Faulheit zu bekommen. Meistens sind es Handgriffe von links nach rechts oder umgekehrt.

Mein Blick fällt auf mein aktuelles Bild „Phone-ART III“. Es steht auf der Staffelei und ist nun durchgetrocknet. Ich mache ein Foto davon und nehme es herunter, um einer neuen Leinwand Platz zu machen.

Phone-ART III, Acryl auf Leinwand, 30 x 30 cm

Als ich das Foto machte, musste ich ein wenig lächeln. Las ich doch erst vor drei oder vier Wochen von „Doodle Art“. Hast Du schon einmal etwas davon gehört? Neugierig ging ich der Sache auf die Spur und fragte Google, was Doodles seien.

Folgendes konnte ich lesen:

„Definition der Kritzelkunst: Diese Zeichnungen, die manchmal eine bestimmte gegenständliche Bedeutung haben, manchmal aber auch nur zufällige Linien oder Formen sind, entstehen in der Regel beiläufig, oft während der Künstler mit seinen Gedanken ganz woanders ist.“ (Zitat Google)

Die Bilder meiner Phone-ART-Serie, die ich 2023 begann, entstanden durch Kritzeleien. Das erste war ein Telefonat mit meiner Schwester. Über Emotionen während eines Gespräches mit anderen Menschen und das Umsetzen dieser Gefühle durch den Stift auf die Leinwand schrieb ich bereits in diesem Beitrag. Auch das zweite Bild entstand auf diese Weise.

Das dritte, also das aktuelle Bild aus dieser Serie zeichnete ich zum späten Abend, um mich zu entspannen und zur Ruhe zu kommen. Die erste Linie war das Zeichen des Symbols der  Unendlichkeit. Das wiederholte ich stoisch einige Male. Alles andere entstand einfach intuitiv. Am darauffolgenden Morgen sah ich mir das Ganze an und stellte es auf die Staffelei, um auch dieser Kritzelei Farbe einzuhauchen.

Übrigens fand das Zeichen der Unendlichkeit bereits einmal hier in diesem Bild, das ich 2017 malte, Platz. Damals, als ich das malte, hatte ich eine ziemlich schwierige Phase. (Sehnsucht II, Acryl auf Leinwand, 100 x 70 cm)

Für Dich hier die komplette Serie zum heutigen Zeitpunkt:

Phone-ART I, II und III – jeweils Acryl auf Leinwand 30 x 30 cm.

Es wird ganz sicher ein nächstes Bild zum Thema „Phone-ART“ geben. Und ich bin selbst gespannt, welche Farbenauswahl ich dann treffen werde. Spannend auch: Welcher Farbton wird der dominante sein?

Wenn Du an einem der hier im Blogbeitrag gezeigten Bilder interessiert bist, freue ich mich riesig. So nimm doch einfach Kontakt mit mir auf.

Auf zum nächsten 😊

Bis bald,

Eure Petra Kolossa.

Trio – Duo – Trio

Im Frühjahr malte ich ein Set zu den Tageszeiten. „Morgen-Kaffee“, „Nachmittags-Tee“ und „Abend-Wein“. Das letzte Bild verließ im Juni das Set.

Unbedingt wollte ich es wieder auffüllen. Als Duo war es nicht schlecht, aber im Trio finde ich es schöner. Und so entstand im Oktober „Sommernachts-Wein“ und auf der rechten Seite noch einmal „Abend-Wein“ (nicht mehr in meinem Besitz) im Vergleich.

Diesem Bild gab ich eine Portion Unbeschwertheit, Leichtigkeit, Fröhlichkeit und Unbekümmertheit. Es erinnert an die südliche Mentalität, die wir etwas schwermütigen Deutschen oftmals bewundern, diese gern hätten, jedoch es uns selten gelingt, das tatsächlich auszuleben.

Wie immer: Du bist an einem der Bilder, oder an dem Set, interessiert? So freue ich mich, wenn Du bitte einfach über dieses Kontaktformular Deine Anfrage an mich stellst.

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

PS: Die Bilder sind jeweils 40 x 40 cm groß, Acryl auf Leinwand

Neues von „homepART“ .27.

Es wird Zeit, Euch wieder einmal in mein Atelier mitzunehmen. In meinem letzten Beitrag erzählte ich Euch von den Herzen, die ich in meine „homepART“-Serie aufnehmen werde. Es ging dabei um das erste Herz von vieren, das ich bemalte. Hier ist der Link zu diesem Beitrag. War das Thema bei diesem Objekt, sein Herz zu öffnen, griff ich dieses Mal das Thema, mit dem Herzen zu sehen auf.

Du findest auf diesem Herz zwei Augen. Das eine ist geöffnet, das andere geschlossen. In dem geöffneten ist der Wimpernschlag nach oben gerichtet. Das Auge entdeckt im Blick die bunte Welt. Bei dem geschlossenen Auge malte ich die Wimpern nach unten. Das bunte Leben spielt sich in der Traumwelt über dem geschlossenen Auge ab.

Ich denke: Sieh mit Deinem Herzen!

Das ist mein Hintergrund zu dieser Arbeit. Jedoch wie immer: Jeder sieht ein Kunstwerk mit seinen Augen, seinem persönlichen Blick. Vielleicht entdeckst Du etwas ganz anderes darin, das Dich berührt.

Die Werke in meiner „homepART“-Serie sind zum Anfassen und Benutzen 🙂

Hier die beiden Herzen vereint auf einem Bild:

Auch hier verarbeitete ich die Farbenreste auf einer aufbewahrten Kartonagen-Box. Es ist ein Upcycling, ein abstraktes Miniatur-Kunstwerk auf nur 8,5 x 8,5 cm Fläche.

Es sind die gleichen Farben, die ich für das Herz verwendet habe. Beeindruckend ist auch für mich immer wieder, zu sehen, dass aus ein paar Tropfen Farbe unendlich viele Kreationen möglich sind.

Und hier beide Boxen, die ich jeweils mit den Farbenresten der entsprechenden Herzen bemalte.

Das Bild habe ich soeben auf meinem Smartphone herausgekramt. Das Arbeiten mit meinem Kätz-Kollegen Flo ist immer eine klitzekleine Herausforderung 😃😻

So habt einen fantastischen Tag 🍂🍁

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

PS: Wenn Du an einem meiner Kunstwerke interessiert bist, freut mich das sehr. Nimm dann bitte einfach mit mir Kontakt auf.

Neues von „homepART“

In meinen Petitessen notiere ich spontan einen Gedanken, der mir im Augenblick auf der Seele brennt, mich nachdenklich stimmt oder auch einfach nur Dinge, die ich erwähnenswert halte. Meistens sind sie kurz formuliert. Es sind eben Randnotizen 😉

Heute wird es aber Zeit, wieder einmal etwas über mein kreatives Schaffen zu erzählen.

Als ich im April mit dem Auto unteregs war, entdeckte ich diese Holzherzen. Die sympathische Form der Schalen begeisterte mich. Ich konnte nicht widerstehen und packte an diesem Ramschstand gleich die letzten vier Stück ein. Ich wusste, dass ich daraus eines Tages etwas Schönes machen werden.

Und nun war es soweit. Ich nahm mir eines dieses Herzen, einen Stift und begann damit, ein paar Striche zu zeichnen. Nun, und dann entwickelte sich alles von selbst 😉 Beim Malen stellte ich mir vor, wie sich das Herz öffnet und wunderbare Dinge nach außen treten können.

Für den äußeren Bereich wählte ich größere, kantige Elemente. Hinter dem geöffneten Reißverschluss kommen kleine, weiche, runde zum Vorschein. Den Hintergrund dämpfte ich etwas, um die Sensibilität zu verstärken. Mein Gedanke dazu: Öffnen wir die äußere Schale legen wir unsere innere Herzensseite frei.

Das ist mein ganz persönlicher Hintergrund für diese Arbeit. Natürlich ist es ganz allein Dir selbst überlassen, was Du empfindest, wenn Du das Herz betrachtest. Es ist wie bei jedem anderen Kunstwerk. Das eine ist Dein Gefühl, spricht es Dich an? Welches Gefühl hinterlässt es in Dir? Magst Du es, oder magst Du es nicht? Aus meiner Erfahrung gibt es so gut wie nichts dazuwischen.

Hier nun das neue Stück Nummer 26 in meiner „homepART“-Serie:

Es blieben ein paar Farbenreste übrig, die ich im Anschluss auf einer einst aufbewahrten kleinen Kartonagen-Box verarbeitete. Dieses Upcycling ist ein Miniaturkunstwerk auf nur 4,5 x 4×5 cm.

Du bist an einem meiner Unikate interessiert? Das freut mich sehr. So nimm bitte einfach Kontakt mit auf.

Für heute soll es genug sein.

Habt eine gute Zeit ☀️🌻

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

Jede Tageszeit hat etwas Spezielles

Welche Tageszeit magst du am liebsten?

Es ist Sonntag, am Morgen, kurz nach sechs Uhr. Es ist ziemlich frisch und es regnet. Die Wetterprognose verweist auf sechszehn Grad heute zur Mittagszeit. Ziemlich holprig, denke ich. Waren es doch gestern noch heiße zweiunddreißig Grad. Und ich denke, dass nicht nur mir diese Kapriolen zu schaffen machen.

Die Nacht war kurz. Recherchen und zu viele Informationen, die noch in der Nacht eingingen, hielten mich ab, zur vernünftigen Zeit schlafen zu gehen. Dennoch holte mich auch heute meine innere Uhr gegen sechs Uhr aus dem Bett.

Ich mag die Zeit am Morgen, wenn noch alles ganz ruhig ist. Wir haben Ende August. Die Tage sind wieder etwas kürzer. Somit beginnt auch der Tag etwas später. Das ist die Zeit, die ich besonders gern mag; das Hineingleiten von der Nacht in den Tag.

Lange Strecken, die mit dem Auto zu bewältigen sind, beginne ich gern sehr zeitig am Morgen, so zwischen drei und vier Uhr. Ich liebe es, in den Sonnenaufgang „hineinzufahren“. Es ist wirklich ein erhebendes Gefühl. Außerdem sind die Straßen um diese Zeit noch ziemlich frei und man kommt relativ zügig voran.

Inzwischen mag ich tatsächlich den Morgen am liebsten. Das war aber nicht immer so. Es änderte sich erst in den letzten zehn oder fünfzehn Jahren. Bis dahin war es definitiv der Abend, nämlich der Feierabend.

Das Bild machte ich heute am Morgen auf unserem Balkon. Selbst der Hahn aus der Nachbarschaft schlief noch den Schlaf der Krakeler 🐓

Welche Tageszeit magst Du? Schreibe es doch einfach in die Kommentre.

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

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Passend zum heutigen Beitrag für Euch mein Bild „Morgen-Kaffee“. Denn ein guter Kaffee gehört natürlich an jedem Morgen dazu ☕️

40 x 40 cm, Acryl auf Leinwand, 2024

Das Bild gehört zu einer Serie, ist aber natürlich auch einzeln erhältlich.

Du bist an dem Bild interessiert? So nimm bitte einfach Kontakt mit mir auf.

Regenbogenbrücke

Es ist immer ein herzzerreißender Augenblick, wenn ein geliebtes Tier gehen muss, wir von ihm Abschied nehmen müssen.

Umsomehr mag ich die Metapher der Regenbogenbrücke. Die Vorstellung eines imaginären farbigen Weges über die die Seelen unsere Tiere in eine andere Welt gehen.

Als unser geliebter Benny vor ein paar Wochen diesen Weg ging, hat es uns sehr getroffen. Und ich brauchte einige Zeit, loszulassen.

In mir keimte der Gedanke, die Regenbogenbrücke bildlich darzustellen. So entwickelte ich das fünfzehnte Bild, das ich im Rahmen meiner Kätz-Serie malte. Es ist sehr aufwendig und ich vergrub mich in die Arbeit. 

Jede einzelne Blüte fasste ich bis zu zehnmal an, den Untergrund der einzelnen Flächen viermal. Ich vertiefte mich in diese Arbeit und ließ Benny in den Farben der Regenbogenbrücke verschmelzen. Die Blüten auf dem Körper malte ich etwas größer und gab diesen mit ein wenig Weiß Nebulöses, sich Auflösendes. Die Enden der Barthaare ziert ein klitzekleiner goldener Punkt, den der Betrachter wahrscheinlich nur bei genauem Hinsehen im Originalbild erkennen wird. Die Blüten im Lilaviolett erinnern an einen Sternenhimmel. Ich unterbrach diesen mit einem Akzent in Türkis. Ein Farbton, der im gesamten Bild nicht vorhanden ist, um an das Vage, hoffnungsvolle Unbekannte zu erinnern, eine Vision.

„Regenbogenbrücke“

… und noch ein paar Eindrücke von der Staffelei. Bis zum Wochenende wird es durchgetrocknet sein und einen Rahmen bekommen.

Ich erwähnte noch nicht die Details: Kätz-Serie,  „Regenbogenbrücke“ 70 x 50 cm, Acryl auf Leinwand

Dieses Bild ist für Benny und für alle Seelen der Fauna, die diesen Weg nehmen mussten.

Du bist an meinem aktuellen, diesem Bild „Regenbogenbrücke“, interessiert? So lass es mich wissen und nimm bitte einfach mit mir Kontakt auf.

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

Nicht nur ein Produkt, sondern ein Gefühl

Wenn du einen Laden eröffnen würdest, was würdest du verkaufen?

Als ich so sechszehn oder siebzehn Jahre alt war, also ein Fräulein, heute sagt man Teenie, aber ich komme aus dieser Welt vor etlichen Jahrzehnten, trollte ich mich zu gern in einem Kunstgewerbegeschäft herum.

Um zu meiner damaligen Ausbildung zu kommen, musste ich knapp zehn Kilometer mit Bus und Straßenbahn aus dem Dresdener Norden ins Stadtzentrum fahren. An diesem Geschäft gab es eine Haltestelle und ich stieg oft aus der Bahn aus, um in diesem Laden zu stöbern. Ich hatte kein Geld, aber ich genoss es, die unendlich vielen mit Liebe gefertigten Kunstgegenstände zu betrachten, in die Hände zu nehmen, um diese zu fühlen.

Ich kann mich noch gut daran erinnern, als ich von meinem damaligen Geld als Auszubildende, das waren knapp achtzig Mark, dort zum ersten Mal etwas kaufte. Ich entschied mich für wunderschöne kleine handbemalte Holzostereier; eine kleine Schachtel mit neun kleinen Kunstschätzen. Erst drei Jahre später hängte ich sie in meiner ersten kleinen Wohnung an meinen Osterstrauch. Das war vor fünfzig Jahren und bis heute erfreuen mich die kleinen Relikte zur Osterzeit und es erinnert mich an meine kleine ganz persönliche Episode.

Später kaufte ich dort immer wieder etwas. Zum Beispiel meinen ersten vorn durchgeknöpfter Leder-Minirock und meine superflachen chicken handgefertigten Lederschuhe. Wie habe ich die geliebt! Fühlte ich mich doch immer zu groß und kam mit derartigen Schuhen auf mein Größenminimum.

Dieses Geschäft war auf der Königsbrücker Straße in Dresden und wurde unmittelbar nach Deutschlands „Wende“ liquidiert und irgendwann, so glaube ich gesehen zu haben, zu einem „Blume 2000“-Geschäft. Sehr schade, aber Kunstgewerbe war wahrscheinlich in der Wendezeit nicht konkurrenzfähig.

Auch stöberte ich zu gern in kleinen Galerien herum. Ich denke, dass Kunstgalerien unglaublich individuell  in der Gestaltung sind. Galerien haben sich meistens auf einen oder zwei Kunststile ausgerichtet. Nimmt man sich Zeit, entdeckt man auch die klitzekleinen Details, die eine Galerie ausmachen.

Später entdeckte ich die Kombination von Galerie und kleinem Café. Und das faszinierte mich. Leider findet man das nicht so oft.

Wenn ich einen Laden eröffnen würde, wäre es eine Kombination zwischen Kunst, Kunsthandwerk und einem ganz individuellen Café. Ich würde nicht nur ein Produkt, sondern ein Gefühl verkaufen. Die Gäste würden auf handgefertigtem Mobilar sitzen, gefertigtes Geschirr aus einer Töpferei oder Porzellanmanufaktur verwenden und so weiter. Und wer mag, kann das, was sie benutzten auch kaufen und mitnehmen. Es ist keine starre Ladeneinrichtung. Ich würde liebevolle hausgemachte Leckereien anbieten und ausgesuchten Tee und Kaffee.

Mir würde unendlich viel zu dem Thema einfallen. Zum Beispiel wäre mir ein regionaler Bezug wichtig. Unser Denken ist immer global, groß und gewaltig. Wir entwurzeln und schwimmen im Irgendetwas. Ich mag es sehr, wenn ich eine Stadt, eine Region, ein Land besuche, genau das vorzufinden, was es zu entdecken gibt. Nämlich nicht das, was durch den Globalismus überall installiert wurde, sondern was Leben der Menschen ist mit ihren traditionell gewachsenen regionalen Eigenheiten.

Ich würde mir regionale Partner suchen, die meinen Laden mit ihren Produkten bereichern. Meine persönliche Vorliebe sind kraftvolle, knallige Farben und moderne Ausdrucksformen. Das wäre meine Besonderheit und das würde den Stil meines Ladens prägen. Wer meinen Laden betritt hat ein „wow“-Erlebnis.

Das wäre eine tolle Sache, wenn da nicht das große Aber wäre. Ganz ehrlich: Ich habe Null Bock, mich dem ganzen bürokratischen Muss und den unzähligen Zwängen auszusetzen und zu unterwerfen. Wenn sich einer der Sache annehmen will, bin ich gern sofort bereit, Kooperationspartner zu werden 😀

Mit diesen Gedanken verabschiede ich mich. Bei uns im südlichsten Süden Deutschlands sind gerade 30 Grad, es ist windstill und leicht bewölkt, also ein typischer sommerlicher Augusttag ☀️ Habt einen wunderbaren Samstag.

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

Für diesen Beitrag passend wählte ich mein Bild „Morgen-Kaffee“, 2024, 40 x 40 cm, Acryl auf Leinwand.

Du bist an dem Bild interessiert? Nimm einfach Kontakt mit mir auf.

homepART .25.

Meine Stammleser kennen meine Serie „homepART“ – Kunst zum Anfassen und Benutzen. Ich gebe mit diesen Kunstwerken alten, ausrangierten Dingen ein neues Leben. Wir sprechen also von enem Upcycling.

So ganz langsam schaffe ich in meinem Arbeitsraum Ordnung und sortiere viele Dinge aus, die ich nicht mehr brauche. Unter anderem fielen auch Holzablageschalen meiner Aufräumwut zum Opfer. Diese passten noch nie optimal in mein Regal. Es störte mich immer, dass ein paar Zentimeter aus dem Regalfach herausragten, weil sie etwas zu groß waren. Aber sie waren nun einmal da und so blieben sie eben. Es sind insgesamt fünf Stück. Als ich mir diese Dinger genauer anschaute, stellte ich fest, dass sie sehr stabil sind. Und so kam mir Gedanke, daraus Holztabletts zu gestalten.

Das erste ist nun fertig gestellt. Wie immer habe ich ein paar Fotos während meines Fertigungsprozesses für Euch gemacht.

Im ersten Bild seht Ihr diese Holzablageschale, im zweiten das Muster, das ich zeichnete und im dritten Bild meine Farbauswahl für den Grundton des Tabletts.

… der weitere Werdegang.

… mit meinem Assistenten Kätz Flo 😉

Noch habe ich das Tablett nicht in meinem Online-Shop eingestellt. Wenn Du interessiert bist, schicke mir gern eine Anfrage.

Euch allen wünsche ich einen fantastischen Sonntag.

Herzlich, Eure Petra Kolossa.