Nur wenige Sekunden

Was ist der erste Eindruck, den du Menschen vermitteln möchtest?

Dieses Thema ist ein „Evergreen“. Einige Jahre lang hielt ich unter anderem Vorträge zum Thema Persönlichkeit und Image. Ich möchte heute dazu nicht weit ausholen.

Fakt ist, dass jeder von uns nur wenige Sekunden hat, seinen eigenen ersten Eindruck dem Gegenüber zu vermitteln. Der andere bildet sich innerhalb von etwa sieben Sekunden sein Urteil über Dich. Und das Verrückte ist: Dieser erste Eindruck bleibt nachhaltig in den Köpfen der Menschen. Natürlich kannst Du diesen später korrigieren, jedoch diese Erinnerung nicht löschen. Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance. Aber darum geht es heute nicht.

Ich weiß, dass viele von uns glauben, das sei oberflächlich. Schließlich könnte in diesem Menschen ein völlig anderer Kern stecken, als das, was wir im ersten Moment wahrnehmen. Das mag sein. Nur gibt es tatsächlich Situationen im Leben, wo wir keine Chance erhalten, dem anderen zu erklären, wer wir außerhalb unserer präsentierten, oftmals zur Schau getragenen, äußeren Schale sind.

Unsere Erscheinung, unser Aussehen, unsere Gestik und Mimik, unser Geruch und noch einige Dinge mehr, sind der erste Eindruck, den wir hinterlassen. Es ist das erste Signal, das wir dem anderen, unserem Gegenüber senden. Uns umgibt eine diverse Aura, die wir selbst (als Sender) nur aus subjektiver Sicht wahrnehmen können. Für den anderen (als Empfänger) sind die ersten Sekunden, mit denen wir auf ihn wirken, real und objektiv.

Zurück zur obigen Frage: Ich kann keine allgemeingültige Antwort auf den ersten Eindruck, den ich „den Menschen“ vermitteln möchte, geben. Ist es doch immer situationsbedingt. Und das ist ganz sicher nicht nur bei mir so. Es macht einen großen Unterschied, ob ich zum Beispiel auf Menschen in einer Behörde oder in einem Supermarkt, im Berufsleben oder unter Freunden einen ersten Eindruck hinterlassen möchte.

Will ich als vertrauenswürdige, erfahrene, stilsichere, energiegeladene Geschäftspartnerin ernstgenommen oder als ein ausgeglichener, würdevoller, lebenserfahrener Ruhe- und Kraftpol für Freunde und die Familie wahrgenommen werden?

Ich legte bis vor ein paar Jahren großen Wert darauf, situationsbedingt „zu wirken“. Inzwischen habe ich mich gefunden und bin in einem Alter, das es mir ermöglicht, einfach nur so zu sein, wie ich bin und sein möchte. Das trage ich  natürlich auch mit meinem Stil, mit meiner Gestik und Mimik und so weiter nach außen und hinterlasse mit jeder Begegnung auch in den ersten Sekunden den berühmten „ersten Eindruck“.

Den Menschen im allgemeinen möchte ich einen selbstbewussten, etwas distanzierten, seriösen, klugen, lebenserfahrenen und stilsicheren ersten Eindruck vermitteln. Das ist das, was sie von mir wahrnehmen sollen. Den meisten Leuten von ihnen werde ich wahrscheinlich nie wieder begegnen. Wenn doch, denn es heißt ja, man träfe sich immer zwei mal im Leben, so wird man sich an diese ersten Sekunden von damals erinnern. Alles Weitere entscheiden dann ganz andere Aspekte. Dazu vielleicht einmal zu einem späteren Zeitpunkt mehr.

Wie ist es bei Dir? Welchen Eindruck möchtest Du bei den Menschen in den ersten Sekunden hinterlassen?

Ich bin wirklich sehr neugierig.

Ein schönes Wochenende wünscht Euch,

Eure Petra Kolossa.

Zwei mal vierzig – 2029

Wir haben November. Ich mag diesen Monat irgendwie nicht. Der Herbst ist noch da, aber irgendwie bereits am Verrotten. Es ist kühl. Eigentlich etwas zwischen kühl und kalt, also etwas mehr als kalt und etwas weniger als kühl. Ich glaube, dafür gibt es keine richtige Beschreibung. Die Tage werden selten wirklich hell. Es hängt immer etwas Trauriges über uns. Ich bin ständig bemüht, nicht müde zu wirken, nicht zu frösteln und mich nicht diesem November-Blues hinzugeben.

Früher, also vor der Ampelzeitrechnung, liebte ich eine warme Wohnung. Jetzt liebe ich sie immer noch, aber ich trainierte mir eine Wohlfühltemperatur um zwanzig Grad an. Nun gut, ich muss noch etwas trainieren. Es ist noch ein wenig Luft nach oben. Also ziehe ich dicke Socken an, binde mir ein wärmendes Tuch um den Hals, schiebe mir Stülpchen auf die Handgelenke und hänge mir zusätzlich eine Jacke über die Schultern. Jedes Mal, wenn ich an dem Heizungsrädchen drehe, habe ich schlechtes Gewissen. Ich halte die Temperatur im Auge und drehe sofort, wenn zwanzig / einundzwanzig Grad erreicht sind, wieder runter. Wir heizen nur noch so, dass die Temperatur in der Wohnung durchschnittlich nicht unter siebzehn / achtzehn Grad fällt und geben etwas mehr Wärme in die Räume, in denen wir uns aktuell aufhalten.

Wärme ist inzwischen Luxus. Wer hätte das gedacht?! Dieser November bringt mir das gerade sehr nah.

Heute ist der neunte November. Die „Mauer“ fiel vor fünfunddreißig Jahren, vor 35!! Jahren. Die Spaltung, die Zerschlagung des Deutschlands nach dem zweiten Weltkrieg hinterlässt Spuren bis in die heutige Zeit. Die Mauer, die fiel, stand zwischen Ost und Westdeutschland. Das andere Abgetrennte spüren wir weniger, weil damals die Ländereien von den dort lebenden Menschen in gleichem Zuge bereinigt wurden, die Deutschen aus ihrer Heimeit herausgeschmissen, also vertrieben wurden. Somit ist der nachhaltige Schnitt jetzt weniger spürbar.

Jedoch Ost- und Westdeutschland lebten mit den Menschen weiter. Die eine Seite wurde ideologisch und wirtschaftlich durch die westlichen Siegermächte geformt und die andere Seite durch die damals sowjetische Siegermacht. Somit wuchsen zwei Gesellschaftsformen nebeneinander.

Was sich nicht wirklich trennen lässt, sind Familien. Verwandte sind immer verbunden. Nicht ohne Grund gibt es den Spruch „Blut ist dicker als Wasser“. Wenn der eine Teil der Familie im Westen und der andere im Osten des Landes lebt und aus politischen Gründen jeglicher Kontakt verboten wurde, welche sinnreiche Begründung will man da auffahren? Was bleibt, sind von Ideologie getriebene Erziehung, Denunzierung, Verfolgungen, Bestrafungen bei Zuwiderhandlungen, Verächtung. Die Menschen werden in Gruppen gespalten. In regierungskonform und eben die, die ihren eigenen Kopf haben, diesen Unfug nicht verstehen wollen.

Es scheint wie ein Experiment. Die Aufgabe: Was geschieht, wenn ich ein Land von heute auf morgen trenne und jeder Seite eine andere, gegensätzliche Gesellschaftsform überstülpe?

Der einen Seite gebe ich ausreichend finanzielle Mittel zur wirtschaftlichen Entwicklung an die Hand. Die Menschen werden reichlich Eigentum erwirtschaften, ihren Besitz mehren, vererben und ihr Auge auf noch mehr Reichtum richten. Der anderen Seite gebe ich eine große Portion Moral, Kollektivismus, Eigeninitiative und soviel Geld, dass es geradeso reicht, um daraus aus eigener Wertschöpfung gesellschaftlich zu wachsen. Kaum einer der Menschen wird viel Eigentum besitzen. Sie werden es nicht vermissen, weil für sie die Gesellschaft sorgen wird. Sie haben ausreichend zum Leben und sind auf ihre Weise glücklich.

Ich lasse dieses Versuchsprojekt vierzig Jahre laufen, was zwei Generationen entspricht und beobachte, was geschieht.

Die errichtete Mauer fiel durch Initiative derer, die ihr Leben in die eigene Hand nehmen mussten, weil sie keine Geldgeber hatten, die es ihnen ermöglichten, ihr Land aus den Ruinen unter erleichterten Bedingungen aufzubauen. Die Mauer fiel durch die Kraft der Ostdeutschen. Diese Menschen lernten bis dahin nicht, dass Gutgläubkeit nicht gleich Vertrauen bedeutet. Diese Menschen tappsten im wahrsten Sinne des Wortes in ein fremdes den „Ossis“ gegenüber mit Überheblichkeit geprägtes Abenteuer.

Inzwischen sind fünfunddreißig Jahre ins Land gegangen. Der Osten wurde durch die des Westens überrannt, fast okkupiert. Die Ostwirtschaft wurde zunichte gemacht, die des Westens wurde obenauf gesetzt, von den dortigen Unternehmen integriert und der Rubel rollte. Sorry, die DM-Mark natürlich. Was wurde dabei vergessen? Die Menschen. Die Menschen die in den vierzig Jahren ideologisch geprägt wurden. Die einen eben im Kapitalismus und die anderen im Sozialismus.

Wie kann man das Experiment weiterführen? Ganz einfach. Wir brauchen einen Vergleichswert. Also lassen wir das Ganze noch einmal vierzig Jahre laufen und schauen, was geschieht, wenn wir diese nun zusammengewürfelte Vielfalt weiter wurschteln lassen.

Nach fünfunddreißig Jahren sind Wessis immer noch Wessis und Ossis immer noch Ossis. Es gibt keine wirkliche Vereinigung. Deutschland ist nach wie vor gespalten. Es wurde und ist ideologisch gespalten.

Die Menschen im Ostteil Deutschlands spüren ganz genau, was derzeit geschieht. Sie haben das alles in einer ähnlilchen Weise bereits durchlebt. Diese machtbesessene Politik ist zu klar durchschaubar.

„Du wirst nichts besitzen und glücklich sein.“ Das ist das große globale Ziel, des „Great Reset“.

Deshalb beginnt derzeit wieder im Osten Deutschlands ein Aufbegehren. Ich wünsche mir sehr, dass dieses Bewusstsein auch im sogenannten Westen Gehör fände.

Das Experiment wird noch fünf Jahre laufen. Dann sind die vierzig Jahre rum. Im Jahr 2025 wird es wieder Wahlen in Deutschland geben. Diese werden schmutzig. Das kann man bereits heute wahrnehmen. Das Ergebnis dieser Wahlen wird einen großen Ruck durchs Land gehen lassen. Jedoch den endgültigen wird es erst 2029, nach diesen von mir beschriebenen vierzig Jahren geben; nämlich zur übernächsten Bundestagswahl.

Wir haben noch fünf Jahre, um dieses, unser Land auf das Kommende vorzubereiten. So zu gestalten, dass es wieder ein Deutschland mit seiner eigenen Kultur, seinen Eigenheiten, seinem eigenen Wesen sein wird.

Das, was ich jetzt schrieb, mag sich naiv lesen und ich weiß nicht, ob das so sein wird. Dieses Szenario, dieser Zeitablauf lief in meinem Kopf, meine eigene Spinnerei. Es sind auch nur meine flüchtigen Gedanken. Vielleicht getrieben durch diesen neunten November, vielleicht auch nur, weil ich diesen ganzen Trödel, wenn auch in wesentlich abgeschwächter Form, bereits erlebte. Mir kommen unendlich viele Vergleiche in den Kopf, aber ich denke, es würde hier in meinem heutigen Beitrag zu weit führen.

Vielleicht noch ein Beispiel, weil es im Augenblick so sehr präsent ist.

In der Zeit des gespaltenen Deutschlands holte der Westen Gastarbeiter in den Fünfzigern und Sechszigern ins Land, um den begonnenen wirtschaftlichen Aufbau durch Arbeitskräfte insbesondere aus Italien, Griechenland, Jugoslawien und der Türkei zu unterstützen. Viele von damals blieben bis heute und sind zum Teil selbst Großeltern. Die meisten leben nach wie vor in Städten unter sich. Was mir auffiel, sind die aus der Türkei stammenden Menschen, insbesondere die Frauen, die bis heute kaum Deutsch sprechen. Ich konnte das selbst vor etwas über zehn Jahren in der Stadt Duisburg beobachten, als ich dort beruflich zu tun hatte. Ich möchte es nicht pauschalisieren. Jedoch denke ich, dass die Menschen aus einer europäischen Kultur, wie die Italiener, Griechen, Polen, Rumänen oder aus dem ehemaligen Jugoslawien sich anders und selbstverständlich integrieren können. Die türkischen Menschen sind muslimisch gepägt und kulturell sehr nah dem arabischen Raum. Sie wollen sich ungern einer anderen Kultur „unterwerfen“.

Der Osten des Deutschlands holte sich ebenso Menschen aus anderen Ländern. Der Ansatz war ein anderer. Es sollte denen geholfen werden. Sie sollten eine Ausbildung machen, um das gewonnene Wissen in ihren Ländern anwenden zu können. Es waren junge Leute insbesondere aus Vietnam, Kuba, Mosambik, Ungarn, Angola und Algerien. Der Aufenthalt war zwischen drei und fünf Jahren beschränkt. Entweder sie studierten oder sie machten eine Lehrausbildung mit einer beruflichen Praxis, wo sie in den Ausbildungsbetrieben arbeiteten. Spätestens nach fünf Jahren gingen sie wieder nach Hause. Sie wurden für diese Zeit in Wohnheimen untergebracht. In den Achtzigern soll es Verträge mit einigen Ländern gegeben haben, wo einige der jungen Leute, insbesondere Vietnamesen, länger bleiben konnten.

An eines kann ich mich erinnern. Es gab immer wieder Ärger und harte Auseinandersetzungen mit den Algeriern. In den Diskotheken zückten sie mal fix ein Messer, wenn es um den „Besitz“ eines Mädchens ging. Oder es wurde sich geprügelt. Oftmals wurde kurzerhand der Hals einer Flasche auf dem Boden abgeschlagen. Es waren immer unschöne Szenen, wenn einer dieser muskulösen Kerle in den Knien federnd mit den zackigen gefährlichen Glasscherben drohte. Wir erlebten das öfter damals im „Lindengarten“ in Dresden. Heute steht dort unter gleichem Namen ein hochwertiges Hotel. Das Zusammenleben mit den Algeriern, die kulturell arabisch geprägt sind, funktionierte nicht gut. Sie wurden nach relativ kurzer Zeit wieder nach Hause geschickt

Was erleben wir heute? Ich denke, das muss ich hier nicht näher erläutern. Wir alle gehen mit offenem Blick durchs Leben. Und wir alle wissen, dass die Situation äußerst kritisch ist und der Umgang mit Geflüchteten, Migranten und Asylsuchenden dringendst in eine endgültige Klärung geführt werden muss.

Aber da sind wir wieder bei den von mir beschriebenen fünf Jahren. Ich mag falsch liegen. Dennoch habe ich solch ein Bauchgefühl, dass nach zwei mal vierzig Jahren sich Deuschland endlich wieder finden wird.

Wie siehst Du das?

Ich bleibe dran und werde die Welt beobachten und meinen Blog hoffentlich noch weitere fünf Jahre mit meinen Texten befüllen.

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

Immer wieder diese Visionen

Was war das schwierigste persönliche Ziel, das du dir gesetzt hast?

Ich habe aufgehört, mir Ziele zu setzen, denen hinterherzujagen, sich als Loser zu fühlen, wenn man das Ziel nicht oder nur unter Krampf irgendwie erreicht hat.

Das ganze Prozedere mit kurzfristigen, mittelfristigen, langfristigen Zielen und letztendlich Lebenszielen kenne ich alles. Nicht nur einmal nahm ich an diversen Kursen, Seminaren, Coachings und weiß der Teufel, was noch, teil. Schließlich gehört das zum guten Ton, sich selbst zu stählen und konsequent zu sein.

Ich bin es nicht ausreichend. Einmal hörte ich von einem Seminarleiter, dass keiner, der es nicht einmal schafft, sein eigenes Körpergewicht vernünftig zu halten, es jemals schaffen wird, seine Ziele konsequent zu erreichen. Solche Menschen seien dafür zu schwach. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich gerade zum Glück ein gesundes Gewicht. Ich hätte wahrscheinlich beschämt sofort abgebrochen. Vielleicht hat er sogar recht. Wer nicht mit sich selbst hart sein kann … Übrigens habe ich zur Zeit etliche Kilogramm zu viel auf meinen Rippchen 😉

Auf einem anderen Seminar, bei dem es unter anderem um Ziele ging, sagte der Coach, dass einer, der pleite gegangen ist oder Insolvenz anmelden musste, sich gleich erschießen könne. Der habe keine Chance, wieder auf die Füße zu kommen. Diese Leute hätten sich die falschen Ziele gesetzt oder waren nicht ausreichend strebsam.

Das ist Quatsch. Es gibt ausreichend Beispiele, dass eine Pleite parallel ein Lernprozess sein kann, um danach erfolgreich zu sein. Wie zum Beispiel Henry Ford, Walt Desney, Bill Gates. Unter diesem Link findest Du diese und weitere Beispiele. Außerdem gibt es ausreichend Beispiele für politisch-gesellschaftliche Unebenheiten, die Unternehmen, vor allen Dingen die kleinen, in eine schlimme Schieflage bringen können. Aus der jüngsten Vergangenheit sei an die bis heute nicht bewältigten Folgen der Corona-Krise erinnert.

Ach herrje, was ich für Listen schrieb, mir Ziele setzte, diese kontrollierte, korrigierte, visionierte und, und, und.

Ich denke, dass jeder entsprechend seines Wesens seinen Weg finden muss. Diese ganzen Seminare, Workshops, Coachings zur Persönlichkeitsentwicklung  laufen einem Muster hinterher: Es gibt ein Vorbild. Sei wie dieser, mache es wie dieser, erfinde nichts erneut, es ist schade um die Zeit, hinterfrage nicht, passe es auf deine Situation an, tue es einfach und du wirst erfolgreich sein wie dieser. Es mag funktionieren. Mir spreizen sich dabei die Federn. Ich ersticke in einem solchen Korsett.

Ich schrieb schon oft darüber. Meine Stammleser wissen, dass ich von diesen Choaches nicht viel halte. Es ist nur die Frage, ob jeder selbst den Prozess durchlaufen muss, um zu der Erkenntnis zu kommen, dass das Jagen nach etwas Gewaltigem, wie Ruhm, Macht, Geld und so weiter für das Leben letztendlich sekundär ist.

Ich setze mir keine Ziele mehr. Es sind Orientierungen, die ich vor Augen habe. Hier freue ich mich über jeden Erfolg. Dabei ist es so egal, wann, wenn überhaupt, das vermeintliche „non plus ultra“ erreicht sein wird.

Ja, natürlich hatte ich auch ein solches schwieriges Ziel. Welches? 2004 hatte ich für mich formuliert, bis zum Jahr 2024 komplett befreit in den Ruhestand gehen zu können. Das war tatsächlich das schwierigste persönliche Ziel, das ich mir setzte.

Ob ich es erreicht habe? Danach wird oben nicht gefragt 😉

Welches war Dein schwierigstes persönliches Ziel?

Habt einen fantastischen Tag.

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

Hat doch jeder. Oder?

Wer sind deine Lieblingskünstler?

Jeden Tag schenkt WordPress uns Bloggern ein Thema. Es sind Schreibanreize. WordPress will uns damit einen Stupser geben, täglich einen Blogbeitrag zu schreiben. Ich mag das, auch wenn ich das Angebot nicht jeden Tag annehme. Es ist wirklich spannend zu lesen, was andere zum gleichen Thema zu sagen haben.

Wenn ich darauf antworte, erkennt Ihr das an den dicken Anführungsstrichen in der ersten Zeile. Heute also ist es ein solcher Beitrag, zu dem viele Bloggerinnen und Blogger schreiben.

Wer sind Deine Lieblingskünstler?

Ich habe eine ganze Menge. Insbesondere sind es Künstler aus der Moderne mit ihren ganzen Strömungen. Als junge Frau hatte ich etliche Kunstdrucke, die ich in meiner Wohnung aufhängte. Meine Vorliebe für bestimmte Künstler hat sich also schon sehr früh ausgeprägt. Ihr kennt meine Vorliebe für die Kraft der Farben. So mag ich insbesondere Hundertwasser, Kandinsky, Marc, Macke, auch Jawlensky und ein wenig liebäugel ich mit dem Jugendstil, wie zum Beispiel Klimt. Nun, das sind alles Künstler aus der Vergangenheit. Natürlich gibt es etliche, auch aus der heutigen Zeit, die ich sehr achte und verehre. Jedoch ist ein Lieblingskünstler irgendwie etwas anderes. Ich beziehe dabei das gesamte Lebenswerk ein und entwickele eine spezielle Vorliebe. Künstler und Künstlerinnen wachsen im Laufe ihres Schaffensprozesses und wechseln oftmals die Richtung, was selbstverständlich total in Ordnung ist. Deshalb ist ein Lieblingskünstler für mich eine Persönlichkeit, die ihr gesamtes Künstlerengagement vollendet, beendet hat.

Ich selbst beziehe in dem Begriff „Künstler“ auch Musiker, Theaterschaffede, Schauspieler, Autoren, Fotografen und so weiter ein. Es ist aus meiner Sicht ein Genre übergreifender Begriff. Aber ich denke, die Frage bezieht sich auf die Bildende Kunst, sonst hätte man wahrscheinlich nach Musiker, Schauspieler, Autoren und so weiter gefragt.

Gestern waren wir im Schloss Achberg. Eine Ausstellung unter dem Thema „Schwäbische Impressionistinnen – Malerinnen zwischen Neckar und Bodensee 1895 – 1915“ lockte mich. Ich war gespannt auf die von auschließlich Frauen erschaffenen Werke. Auch wenn es diese Malerinnen nicht zu meinen Lieblingskünstlern gehören, lohnt sich doch immer ein Blick über den Tellerrand.

Ein kurzer erfrischender Weg vom Parkplatz durch das Tal zum Schloss.

Ein beeindruckendes altes Kleinod.

Eines meiner liebsten Bilder der Ausstellung: Anna Peters, Lilien im Wald, Öl auf Leinwand

… und auch das von Käte Schallerr-Häslin: Tulpen und Früchtestillleben Paris. Beide Öl auf Karton

Ein Bild, das ich aus der zweiten Etage aus einem bleiverglasten Fenster machte. Lächeln musste ich über die arrangierten klaren modernen Kunststoffsessel.

Der Saal in der obersten Etage des Schlosses: Die Stuckdecke wiegt dreißig Tonnen! Kein schönes Gefühl, darunter zu sitzen. Heimlich denke ich: Es wäre besser, wäre es eine Atrappe aus irgendeinem Kunststoff. Hinzu kommt, dass in jeder Raumecke von oben eine figürliche Skulptur mit einem Schussgerät in den Raum zielt. Es ist merkwürdig, dass man diesen Raum für Konzerte und Veranstaltungen nutzt. Auch wir erlebten vor ein paar Jahren dort ein wunderbares Klavierkonzert.

Das Zitat von Anna Peters trifft meine Gedanken zum Thema Kunst.

Wieder im Auto. Ein Blick durch das Dachfenster. Welch eine Ruhe. Wie wunderschön, dass wir nach fünf Jahren wieder den Weg hierher fanden. Besuchten wir doch zuvor fast jede Ausstellung im Schloss Achberg. 

Hast Du einen Lieblingskünstler? Einen Künstler oder eine Künstlerin, die Dein Herz erobert hat? Schreibe es einfach ins Kommentarfeld. Ich bin ganz neugierig.

Für heute genug.

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

Fast ein Jahrhundert

Neunzig Jahre ist eine relativ lange oder eben eine relativ kurze Zeit. Für die einen ist es eine gigantische Größe, für andere hingegen scheinen diese Jahre irgendwie noch so greifbar nah.

Ich zähle mich zu der zweiten Gruppe. Selbst die Zeit meiner Oma, die Mitte 1880 in Ostpreußen geboren wurde und bis zur Vertreibung im zweiten Weltkrieg dort lebte, ist mir nah. Ich fühle mich mit diesem Jahrhundert und dem Norden verbunden. Es gibt so einige Angewohnheiten und Handlungen, die ich von ihr übernahm, die mir bis heute wichtig sind. Also kann doch diese Zeit gar nicht so weit weg sein 😉

Aber zurück ins Jetzt. Neulich erzählte ich Euch von meinen Eindrücken anläßlich eines neunzigsten Geburtstages. Zu diesem Anlass schenkten wir der Jubilarin eine Stadtrundfahrt mit einem VW-Bulli. Siglinde durfte sich die Route zu ihren wichtigsten Lebensstationen in ihrer Heimatstadt selbst zusammenstellen.

Und so trafen wir uns, die es ermöglichen konnten, ziemlich kurzfristig in Chemnitz zu dieser Tour.

Der Tag war komplett verregnet. Hatte ich zunächst Bedenken, dass Siglinde das Wetter zu schaffen machen könnte, musste ich mich sehr schnell eines Besseren belehren lassen.

Die Tour führte uns entsprechend eines Zeitstrahls durch ihre Lebensstationen. Franziska machte mit ihrem Bulli Halt an den entsprechenden Punkten. Oftmals stiegen wir aus und stiefelten im Regen herum. Es störte keinen von uns, da es viel zu spannend war, in die jeweilige Zeit einzutauchen und den vergangenen Erlebnissen an diesen Orten zu lauschen. Es war gelebte Geschichte einer Zeitzeugin.

Erfuhren wir so, dass einige der im zweiten Weltkrieg Vertriebenen aus Schlesien, das heute zu Polen gehört, im Schloss Klaffenbach ein Zuhause fanden, wie auch ihre Schwiegereltern. Beim großen Hochwasser 1954 wurde das Areal überschwemmt und sie brauchten eine neue Unterkunft.

Wir lieben das Wasserschloss Klaffenbach. Dort sind heute einige Kunst- und Handwerkerateliers untergebracht, die wir gern besuchten. Ein Golfhotel mit einer hervorragenden Gaststätte nehmen dort inzwischen einen Großteil des Gebäudes ein. In dieser Gaststätte aßen wir vor etwa fünfzehn Jahren mit Siglinde zu Mittag. Ich erinnere mich, wie sie lächelnd sagte: „Wir sitzen jetzt hier im Schlafzimmer.“ Es war die ehemalige Wohnung ihrer Schwiegereltern, die zu einem Gastraum umgebaut wurde.

Wir erfuhren von den Lebensbedingungen in den ersten Jahren nach dem Krieg. Davon, wie die Textilindustrie wieder aufgebaut wurde und wie sie in einem Haus unter dem Dach lebten und sich mit einer anderen Familie im Haus ein Bad teilten.

Wir fuhren zu ihrem Garten, den sie vor dreißig Jahren aufgab und nie wieder besuchte, weil sie so sehr an diesem hing. Ich konnte ihre starken Emotionen beobachten, als sie sah, wie wunderschön und gepflegt dieser auch heute ist und sie nun ein zweites Mal Abschied mit gutem Gefühl nahm.

Der Blick über den Gartenzaun.

Die Fahrt führte uns weiter durch Chemnitz, das sich seitdem stark verändert hat, wie wir erfuhren. Wie zum Beispiel neu gebaute Wohnkomplexe, Straßenbahngleise, der Flughafen und so viele Dinge, die heute anders, neu oder nicht mehr in dieser Art vorhanden sind.

Auf jeden Fall haben wir Sigline mit diesem Geschenk, die Lebensstationen so kompakt zu erleben, eine riesengroße Freunde gemacht. Und für mich als Nicht-Chemnitzerin war es ein Vergnügen, das alles aus meinen Augenwinkeln heraus zu beobachten und den emotional berührenden Zeitensprung mitzuerleben.

Franziska Schirrmeister ist die Inhaberin von „Scheunenfund Die KulTourGarage“ und fährt selbst ihren geliebten Bulli. Sie ist eine unglaublich erfrischende, einfühlsame und charmante Akteurin. Ich kann Dir, wenn Du aus der Region Chemnitz bist,  dieses Erlebnis wärmstens ans Herz legen. Sie und Ruthi Tuuti könnt Ihr für alle möglichen Events buchen, wie Hochzeiten, Fotos, Feiern und so weiter. Sie ist offen für fast jede Idee, wie zum Beispiel unsere. Hier noch einmal der Link zu ihrer Webseite. Dort findest Du die Kontaktdaten zu ihr.

Wenn ich einmal neunzig sein werde? Wer weiß, was das Leben noch bereithält. Eine solche Tour würde sich bei mir ein paar Tage quer durch Deutschland strecken. Ich war tatasächlich ein Unruhegeist.

Vor sechszig Jahren wurde ich in in meiner Heimatstadt Dresden eingeschult. Davor hatte ich bereits drei Wohnadressen. Zwei davon knapp dreihundert Kilometer entfernt.

Eines wünsche ich mir zeitnah, auf jeden Fall noch vor meinem neunzigsten (hoffentlich 🙈) Geburtstag: Ein paar Tage Aufenthalt in der Stadt, in der ich das Sprechen und Laufen lernte. Das war bei meinen Großeltern in Rathenow.

Schwesterlein, das machen wir auf jeden Fall 👭

Für heute soll es genug sein. Bis zum nächsten Mal,

herzlich, Eure Petra Kolossa.

PS: Vielen Dank liebe Siglinde und Franziska für Eure Erlaubnis, die Bilder in meinem Blog verwenden zu dürfen 🫶

Gute Frage …

Welche Charaktereigenschaft bei Menschen löst bei dir ein Alarmsignal aus?

Hinterlist beziehungsweise hinterlistig sein. Das ist DIE Charaktereigenschaft, bei der die Alarmglocken in mir läuten. Solche Menschen sind mir suspekt.

Das ist ein Wesenszug, der aus meiner Sicht in dem Menschen innewohnt. Ich weiß nicht, ob solch ein Typ sich selbst korrigieren oder „heilen“ kann. Denn ich denke, dass das irgendwie immer wieder hervortritt. Das ist wie bei intriganten Menschen. Diese können irgendwie nicht anders. Und wenn doch, dann ist es nur temporär. Das nächste Mal lauert bereits um die Ecke.

Welche Charaktereigenschaft bei anderen löst Dein Alarmsignal  aus?

Schreibe es einfach ins Kommentarfeld.

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

Hegst Du einen Groll?

Ja, in mir grollt es ungemein, sobald ich einen unserer derzeitigen Politiker unisono das Wort „Demokratie“ tönen höre. Ihr habt keine Ahnung, wie mir da der Kamm schwillt. Gleich gefolgt der abgedroschene Begriff „Vielfalt“. Dieses Wort hat im Rahmen der Politik einen genauso negativen Beigeschmackt verpasst bekommen, wie das Wort „querdenken“. Beides eigentlich schöne deutsche Wörter, die jedoch wahrscheinlich fast keiner in einem anderen als eben diesen neu-politischen Zusammenhang betrachten vermag.

Könnte ich zwei Wörter zu Unwörtern 2024 erklären, wären es genau diese: Demokratie und Vielfalt

Ich kann mich nicht erinnern, bis vor drei Jahren das Wort „Demokratie“ derart überstrapaziert wahrgenommen zu haben. Es gibt seitdem kaum ein Statement das in den Öffentlich Rechtlichen gesendet wird, in dem nicht wenigstens zwei bis drei Mal dieses Wort Erwähnung findet. Ich denke, je öfter sie etwas explizit betonen, es mantramäßig daherbeten, schwingen sich die Redner selbst auf dieses Niveau und beginnen wahrscheinlich ernsthaft selbst daran zu glauben, was sie da erzählen. Wir kennen das von Kindern oder Menschen, die Flunkern oder einem das X für ein U vormachen wollen, die immer wieder etwas wiederholen, drumherumreden und erklären und erklären. Irgendwann glauben sie dann selbst ihren Fantasien.

Meine Fragen: Haben wir eine echte Demokratie? Eine Regierung des Volkes? Ist in unserer Regierung die Opposition ein fester Bestandteil unseres demokratischen Systems? Gilt die freie Meinungsäußerung? Gilt die Pressefreiheit? Gilt der friedliche Regierungswechsel?

Ich möchte heute nicht näher darauf eingehen, sondern nur ein paar Fragen in den Raum stellen und Dich bitten, unvoreingenommen darüber nachzudenken.

Vielleicht denkst Du dabei auch an die Wahlen in Thüringen und Sachsen am vergangenen Wochenende. Wird in deren Ergebnis dem Willen des Volkes Rechnung getragen werden? Werden die Parteien mit  den meisten Stimmen ihren Wählerauftrag ausüben können? Wird von den Politikern, und den Parteien, die sich um einen Wählerauftrag bewarben, also sich zur Wahl stellten, die demokratische Entscheidung der Wähler, also des Volkes, dem Souverän, tatsächlich akzeptiert? Oder wird wieder mit politischen Tricks des Wählers Willen außen vorgelassen? Wird hier nicht der Wähler zum Narren, zum Idioten gemacht? Ist es da nicht verwunderlich, wenn die Menschen abstumpfen und sich sagen, es sei doch eh alles egal, man habe sowieso keinen Einfluss; zu wählen sei sinnlos? Ist das so?

Auch hier lasse ich meine Fragen einfach zum Nachdenken so stehen.

Heute möchte ich nicht näher auf das Wort Vielfalt eingehen. Auch, wenn es in mir einen ähnlichen Groll auslöst, weil man dieses Wort, wenn es nicht in einem politisch-ideologischen Zusammenhang gebraucht wird, es immer genau in den Kontext bringen muss, weil es inzwischen verpolitisiert wurde.

Darauf gehe ich bei Gelegenheit noch einmal etwas genauer ein.

Für heute Schluss!

Ich gönne mir jetzt einen Kaffee, lese noch ein paar Zeilen und dann auf in den Tag☀️🌻

Habt einen schönen!

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

PS: Ich muss noch etwas ergänzen. Das alles nur, weil es in mir grollt, als ich soeben eine Schlagzeile las 😄

Ich bitte folgendes gaaaaanz neutral zu betrachten. So, als würdest Du die Situation in einem Newspaper auf dem Saturn lesen, zum Beispiel.

Vor nicht allzu langer Zeit waren die Menschen in dem kleinen geografischen Ländchen auf der Erde, das Deutschland heißt, politisch gesehen die Linken, die roten Socken, also politisch abseits. Die Grünen, waren die etwas belächelten verträumten, an der Realität vorbeigeschrammten Ökos. Die Schwarzen und ein wenig auch die Gelben waren in jeder Hinsicht die pragmatische wirtschaftliche Stärke, die eine Sicherheit für das Land gaben. Das waren die Rechten. Rechts zu sein, rechts zu wählen war vernünftig und und für die Deutschen das Normale. Entweder der Wähler war rechts oder eine rote Socke. … bis zum Wahlkampf 2020 und die anschließende Bundestagswahl 2021. Dann war plötzlich alles ganz anders. Seitdem gibt es entweder politisch-ideologischer Gehorsam, erzeugt durch rot-gelb-grün, der sogenannten Ampel, oder Nazi, den Menschen, die sich rechts fühlen und sich nicht getrauen, es auszusprechen, um nicht abgestempelt, angefeindet und ausgegrenzt zu sein. Die ehemalige rechte CDU hält sich aus allem in der Opposition geschmeidig zurück und biedert sich mal hier und mal da an. Abwartend, bei Gelegenheit wieder aufzuspringen, ohne zu wissen, wohin wirklich. Das alles war innerhalb von etwa drei! Jahren möglich.

Der Jupiteraner sitzt da auf seinem Bänkchen auf dem Saturn, empfängt also die News und kann die verirrten Erdlinge dieses kleinen Fleckchens Erde nicht verstehen. Er wiegt seinen Kopf, legt das Gelesene beiseite und wartet mit Spannung auf das, was in den nächsten Stunden und Tagen aus dem Netz tropfen wird.

Die Wahlen in Thüringen, wie auch in Sachsen, ergaben einen klaren Wählerauftrag für Blau-Schwarz, also AfD und CDU.  Zwei Drittel der Wähler wollen das so. Sprechen wir von Thüringen: Mit zehn Prozent Vorsprung ist die AfD der klare Wahlsieger. Das ist rechnerisch einfach Fakt. Nun denkt sich der normale Wähler, also der Souverän: Super! Jetzt soll der Wahlsieger beginnen, sein Team zusammenzustellen.

Aaaaaber nix da! In diesem Land geht es nicht darum, was das Volk will. Es geht nicht darum, was das Beste für dieses Land ist. Nein! Es geht nur um Macht und Posten. Mit Tricks und Kniffen versuchen sich die absoluten Verlierer und Abgewählten über Wasser zu halten und ihre Wahlergebnisse zu addieren, um eine Koalition bilden zu können.

Über das Chamäleon BSW möchte ich mich hier raushalten. Ich habe Sahra Wagenknecht wirklich geachtet und sehr geschätzt. Sie lässt mich in absolutem Unverständnis zurück. Habe ich mich derart in ihr getäuscht?

Mit der AfD will keiner, weil das ja Nazis seien. Und man will ja nicht seinen „guuuten Ruf“ riskieren. Für einen Zusammenschluss CDU-BSW-SPD fehlt eine Stimme. Da biedert sich der abgewählte Ministerpräsident der Linken an, einzuspringen. Wenn das zustande kommt, bekäme das Bundesland Thüringen rein hypothetisch eine rot-rot-rote Regierung. Die Menschen wollten absolut „rechts“ und bekämen komplett „links“.

… Der Jupiteraner kratzt sich am Kopf und singt:

„Zwei mal drei macht vier. Widdewiddewitt und drei macht Neune! Wir machen uns die Welt … widewiddewitt, wie sie uns gefällt …“

Pippi Langstrumpf wusste, wie es geht.

Social Media vs. Blog

Hin und wieder starte ich ein Experiment, Instagram-Facebook-Wordpress. Das heißt, ich stellle einen allgemeinen Beitrag mit einer Interaktion in Instagram und Facebook ein. Der Text ist ein paar Worte länger, als der (meinen Beobachtungen zufolge) üblich gelesen und wahrgenommen wird. Natürlich ist noch ein Bild dabei und schließt mit einer Frage ab. Die Frage stelle ich ganz bewusst am Ende des Textes. Nur, wer das tatsächlich liest, wird darauf antworten können, wenn er es will. Außerdem hat er die Möglichkeit, selbst ein Bild hochzuladen und dem Kommentar beizufügen.

Das Ganze machte ich bereits einige Male umgekehrt. Ein Beitrag aus meinem WordPress-Blog durfte auf Facebook und Instagram präsent sein 😉 Meine Erkenntnis: Das ist absolut nicht der richtige Ort für längere Beiträge. Dafür sind diese Plattformen zu flüchtig und schnelllebig.

Heute am Morgen stellte ich also nachfolgenden Beitrag auf Instagram und Facebook ein. Ich bin gespannt, wie in diesem Fall die Resonanz auf den verschiedenen Plattformen sein wird und ob sich meine Vermutung bestätigen wird. Für Facebook und Instagram zu lang; für den Blog auf WordPress zu kurz und knapp. Was glaubst Du?

Für Euch kopierte ich den knapp gehaltenen Text für meinen Blog.

Hier also der Text und das Bild:

„Mein Blick am Morgen über die Schreibtischecke. Ich muss lächeln, weil dieser Schnappschuss tatsächlich  mein Farbspektrum widerspiegelt. Im Hintergrund mein aktuelles Kätz-Bild „Regenbogenbrücke“. Ich stellte es dort ab, weil der Schattenfugenrahmen noch befestigt werden muss.
Daneben liegt die Kuscheldecke, die ich einst fertigen ließ. Es trägt den Druck eines meiner Bilder aus der Reihe „zerlesen“, das übrigens auch als Cover für mein Buch „Blog. Geschichten“ dient.
Im Vordergrund mein Tolino-Lesegerät umhüllt mit einem farbintensiven Schutzumschlag. Obenauf eine Lesebrille in passendem Smaragdgrün   …
Wie sieht Dein Blick über die Schreibtischecke aus? Und ist das, was Du siehst, typisch für Dich?“

Jaaaa, natürlich bist auch Du eingeladen, über Deine Schreibtischecke zu schauen😃 Ist das, was Du siehst, typisch für Dich?

Habt einen schönen sonnigen letzten August-Samstag ☀️🌻

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

Jede Tageszeit hat etwas Spezielles

Welche Tageszeit magst du am liebsten?

Es ist Sonntag, am Morgen, kurz nach sechs Uhr. Es ist ziemlich frisch und es regnet. Die Wetterprognose verweist auf sechszehn Grad heute zur Mittagszeit. Ziemlich holprig, denke ich. Waren es doch gestern noch heiße zweiunddreißig Grad. Und ich denke, dass nicht nur mir diese Kapriolen zu schaffen machen.

Die Nacht war kurz. Recherchen und zu viele Informationen, die noch in der Nacht eingingen, hielten mich ab, zur vernünftigen Zeit schlafen zu gehen. Dennoch holte mich auch heute meine innere Uhr gegen sechs Uhr aus dem Bett.

Ich mag die Zeit am Morgen, wenn noch alles ganz ruhig ist. Wir haben Ende August. Die Tage sind wieder etwas kürzer. Somit beginnt auch der Tag etwas später. Das ist die Zeit, die ich besonders gern mag; das Hineingleiten von der Nacht in den Tag.

Lange Strecken, die mit dem Auto zu bewältigen sind, beginne ich gern sehr zeitig am Morgen, so zwischen drei und vier Uhr. Ich liebe es, in den Sonnenaufgang „hineinzufahren“. Es ist wirklich ein erhebendes Gefühl. Außerdem sind die Straßen um diese Zeit noch ziemlich frei und man kommt relativ zügig voran.

Inzwischen mag ich tatsächlich den Morgen am liebsten. Das war aber nicht immer so. Es änderte sich erst in den letzten zehn oder fünfzehn Jahren. Bis dahin war es definitiv der Abend, nämlich der Feierabend.

Das Bild machte ich heute am Morgen auf unserem Balkon. Selbst der Hahn aus der Nachbarschaft schlief noch den Schlaf der Krakeler 🐓

Welche Tageszeit magst Du? Schreibe es doch einfach in die Kommentre.

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

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Passend zum heutigen Beitrag für Euch mein Bild „Morgen-Kaffee“. Denn ein guter Kaffee gehört natürlich an jedem Morgen dazu ☕️

40 x 40 cm, Acryl auf Leinwand, 2024

Das Bild gehört zu einer Serie, ist aber natürlich auch einzeln erhältlich.

Du bist an dem Bild interessiert? So nimm bitte einfach Kontakt mit mir auf.

Horch und Guck 2.0

„Pass auf, was Du sagst!“ Diese Zeile kam mir zwischen die Finger, als ich einen Beitrag über die sogenannten Meldestellen, initiiert und eingerichtet durch die Bundesregierung, las. Auf deren Webseite kannst Du dich genauer informieren.

In diesem Beitrag ging es um Erfahrungen von denunzierten Menschen in unserem Land. Erlebnisse, die in diesem Fall Journalisten, Blogger, Youtuber, Leute, die nur mal so ihre Meinung zu einem Post sagten, hatten. Es waren zum Beispiel Äußerungen in einem Satz, einer Bemerkung gegen die aktuell platzierte Ideologie. Zum Teil waren diese gefundenen Zitate älter als zwei Jahre. Das Internet vergisst nicht. (Das gilt übrigens für alle!)

Wer nicht genügend Geld und die Kraft hat, sich mit einem Rechtsanwalt gegen diese Anklagen zur Wehr zu setzen, hat wahrscheinlich gegen diese geballte Macht keine Chance. Und das ist aus meiner Sicht das Ziel, Angst zu schüren und einzuschüchtern, damit allgemein geduckt wird.

Was hierbei das große Elend ist: Diese Leute wurden glattweg anonym verpfiffen über die Meldestellen. Dieses gehorsame Anbiedern und Kriechen ist derart erbärmlich, dass mir fast die Worte fehlen.

„Diejenigen, die den Staat verhöhnen, müssen es mit einem starken Staat zu tun bekommen.“ (Zitat: Nancy Fäser)

Dieses Gebaren fühlt sich an, wie eine Keule, die Kraft ihrer Wassersuppe despotisch ihren Willen durchzudrücken versucht. Macht ist eine gefährliche Droge. Leider gelingt es solchen Menschen immer, ihr Umfeld in eine diverse Co-Abhängigkeit zu ziehen. Meldestellen sind dafür das perfekte Werkzeug.

Am 30. Juli 2021 schrieb ich einen Blogbeitrag zu diesem Thema. Das war zu der Zeit, als das gerade so am Aufkeimen war. Dieser Blogbeitrag hat inzwischen die zweithöchste Frequenz, wird also am zweitstärksten auf meiner Seite aufgerufen und gelesen. „Petze, Petze ging in Laden, wollte … „

Vielleicht reagiere ich auch deshalb so empfindlich, weil ich das alles kenne. Ich weiß, wie es ist, wenn man in seiner eigenen Wohnung kein Gespräch offen führen kann und man dafür spazieren gehen muss. Wenn man am Telefon mehr, als über das Wetter reden will, den Wasserhahn voll aufdrehen und in vagen Worten sprechen muss. Ich weiß, welch ein hilfloses Gefühl es in einem auslöst, wenn man von seinem Chef zu einem Gespräch gerufen wird, einem drei Fremde gegenübersitzen und man auf Dinge angesprochen wird, die kein anderer wissen kann, weil es nur in den eigenen vier Wänden besprochen wurde. Ich weiß, wie es ist, wenn man beginnt, seinen Nachbarn, seinem Umfeld, nicht mehr zu trauen. Genau dieses „Pass auf, was Du sagst!“ hat sich in den Menschen als Dauerzustand eingebrannt.

Das Ausspähen durch das Ministerium für Staatssicherheit, kurz Stasi, nannten wir damals Horch und Guck. Und genau das wollte Frau Fäser vorantreiben mit ihren geplanten erweiterten heimlichen Wohnungsdurchsuchungen durch das BKA. Zum Glück wurde das sofort vom Bundesjustizministerium, Herrn Buschmann, zunächst abgeschmettert.

Nicht ohne Grund ist der Osten so, wie er ist. Die Menschen fühlen ganz genau, was um sie herum geschieht. Der Ruf „Wir sind das Volk!“ ist nicht ohnehin. „Der Staat“ vergisst gern, dass sie im Auftrag der Menschen tätig sind, die sie mit der Arbeit durch eine Wahl betraut haben. Leider wird ihnen blind für vier Jahre ein Herumwursteln ermöglicht, was mit einer direkten Demokratie weniger möglich wäre. Denn da müssten sie ja Rechenschaft über ihr Handeln ablegen und im Interresse ihrer Auftraggeber, nämlichen der Bürger dieses Landes handeln und arbeiten. Wenn nicht, würden sie abgestraft.

Ja, ja, ich weiß, die Politiker meinen, das Volk sei zu blöd und habe von den wichtigen Dingen keine Ahnung. Deshalb sollen wir sie mal machen lassen. Ich sage: Solange sich die Politiker um einen Auftrag bewerben und von den Bürgern erwarten, gewählt zu werden, scheinen diese dafür ja nicht zu doof zu sein. Das Auftragsvolumen dieses Jobs ist verdammt hoch. Deshalb sollte eine regelmäßige Rechenschaft und eine aktive direkte Beteiligung des Volkes bei wichtigen Entscheidungen ein Selbstverständnis sein.

Jetzt habe ich mich mächtig aufgeregt. Aber das geschieht immer, wenn ich über diese Meldestellen stolpere. Weil damit die niederen Instinkte der Menschen angesprochen werden. Es gibt diese Leute immer und immer wieder. Leider.

Wie ist es bei Dir? Ist es für Dich zur Zeit selbstverständlich, Deine Meinung offen und jedem gegenüber auszusprechen? Ich denke, wenn wir in uns gehen, werden wir feststellen, dass das wahrscheinlich so gut wie keiner von uns vollumfänglich tut.

Aber vielleicht täusche ich mich auch 🤔

Schreibe es doch einfach in das Kommentarfeld.

Herzlich, Eure Petra Kolossa.