„einzigArtig“ – Abendöffnung

Zur Ravensburger Kunstnacht am 30. September 2016 eröffneten wir unsere gemeinsame Ausstellung mit einer Vernissage.

Noch bis zum 26. November 2016 ist sie zu sehen. Jedoch nie in den Abendstunden.

Eure einzige Chance, unsere gemeinsame Ausstellung in der „GIC“ am Abend zu besuchen, ist der

10. November 2016
18:00 bis 20:00 Uhr

Seestraße 44 – 88214 Ravensburg

Auf viele Gäste zur Abendöffnung freuen sich Elisabeth Hölz, Gilian Wandinger, Lore Kraus-Kiechle, Martina Hatzelmann, Werner Riegel und

Eure Petra Kolossa.

Wir sehen uns?

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Zerrissen

Von mir unbemerkt stand sie neben meinem Auto. Sie war auf einmal da.
Ein leises Lächeln, den Kopf gebettet in den hochgezogenen Schultern.
In den Taschen ihrer Latzhose die Hände tief vergraben schaute sie mich an.

Ich drehte den Zündschlüssel nach links und stieg aus.

Sie sprach mich sofort an: „Was ist das für Kunst, die du machst?“  Mit einer Kopfbewegung wies sie auf das Heck meines Autos. „Ich hab‘ das gelesen und ich dachte, ich frag einfach mal.“
Ich sagte es ihr und spürte, sie war irgendwie interessiert, jedoch mit ihren Gedanken nicht bei meinen Worten.
Sie schwieg. Ihr Blick wanderte über den großen Dreiseitenhof auf der anderen Straßenseite.

„Ich bin Kirchenmalerin und Restauratorin. Mache aber schon lange nichts mehr. Als Bäuerin hast du keine Zeit für sowas. Kannst ja davon nicht leben. Brauchst einen Mann, der alles bezahlen kann“, sinnierte sie und versackte in ihren Gedanken.

Ausdruckslos schaute sie auf ihr Bauernhaus, holte tief Luft und zeigte mit ausladender Bewegung auf die rechte Tür des Hauses.
„Das habe ich gemacht! Kunst!“, kam es zynisch, „die Tür rot gestrichen!“
Sie schaute mich herausfordernd an.

„Du musst wissen, das war die Tür meines Schwiegervaters. Wir haben uns nie gut verstanden. Er hasste meine rot gestrichenen Fensterläden.
Erst, als er verdammt alt war und ich irgendwie älter wurde, kamen wir uns näher.
Viel zu spät! Drei Tage vor seinem Tot haben wir beide auf dem Sofa gesessen und über Gott und die Welt gesprochen. Er meinte, er werde bald sterben. Wir haben noch Witze darüber gemacht, dass das noch lange nicht dran sei. Wir tranken einen über den Durst und amüsierten uns, wie es wohl sei, wenn man sich die Radieschen von unten ansehen würde.“

Sie holte tief Luft und ließ diese verzweifelt stöhnend wieder frei.
Der kühle spätherbstliche Abendwind griff sie auf und trug sie fort.

Ihr stumpfer Blick traf mich, als sie sagte:

„Er ist vor nicht einmal zwei Wochen gestorben. Seine Tür habe ich rot gestrichen und
auf sein Grab säte ich Radieschen.“

Fast körperlich spürte ich ihre Zerrissenheit, ihre Wut auf das Vergangene, und die verstrichene Chance der endgültigen Versöhnung.

Bright Red Arched Door in a Stone Wall

 Einen schönen Samstag wünscht Euch, Eure Petra Kolossa.

 

 

 

Kaum zu glauben:

Das ist meine erste Ausstellung hier in meinem engeren Lebensumfeld. Nur fünfzehn Kilometer von meiner Wohnungstür entfernt, gleich um die Ecke sozusagen. Hach, ist das schön! Ich freue mich darauf.

Und ich freue mich darauf, viele bekannte Gesichter heute zur  Vernissage zu sehen. Dich und Dich und Dich und Dich auch!

So, ich muss mich noch schick machen und dann geht’s schon los zur

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Herzlich, Eure Petra Kolossa.

 

 

Zum Haare raufen

Vor etlichen Monaten hatte ich die Idee, eine Kategorie

„aufgeschnappt und ausgespuckt“

in meinem Blog aufzunehmen. Heute ist es soweit. Anekdoten, die das Leben schreibt …

Gestern traf ich auf eine nette Fünfzigerin. Das Thema Bildung in unserem Lande stieß ihr ungemein auf und das in ihr angestaute Ärgernis machte sich Luft.

„Das ist doch idiotisch!“,  schimpft sie. „Jeder soll unter allen Umständen Abitur machen. Wer kein Abi hat ist in den Augen der meisten unfähig. Wie bescheuert ist das denn?!“ Sie schaute mich fragend an. Ich verkniff mir eine Antwort. Sie legte auch gleich nach: „Wir brauchen das Handwerk! Dringend! Ich will mal sehen, wie es ausschaut, wenn sich meine Ärztin ihre Hose selber nähen wird oder ein Häuslebauer versuchen will eine gerade Wand hochzuziehen.“ Sie machte dicke Backen: „Ich kann ihnen sagen: Vor ein paar Wochen hatte ich eine junge Frau aus der Nachbarschaft im Geschäft. Im letzten Jahr hat sie ihren Bachelor gemacht, eine Studierte, also.  Ich sagte ihr, sie möge das Medikament kühl und dunkel lagern. Sie überlegte kurz und fragte mich, ob es reiche, wenn sie es in den Keller stelle. Ich meinte, nun ja, wenn ihr Keller so kalt ist, sei es in Ordnung. Dennoch fragte ich verwundert, warum sie es nicht in den Kühlschrank stellen wolle. Da sagte sie zu mir, sie habe keinen dunklen Kühlschrank. Ihrer habe Licht.“ …

Ohjeohje, wenn das nicht zum Haare raufen ist …

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Mit grübelnden Grüßen

Eure Petra Kolossa.

Fertig …

… naja, so  ziemlich.

Das dritte Bild aus dem Quartett „Vivaldi“ fehlte noch; der Herbst. Es ist dieses mit der Gitarre, das uns schon ein wenig Kopfzerbrechen machte. Jetzt liegt es in der Werkstatt und bekommt den Gitarrenhals, die Saiten und einen schicken Rahmen verpasst.

Auch von dieser Assemblage hier einen kleinen Ausschnitt für Euch:

Somit sind die Bilder so gut wie reisefertig für unsere Ausstellung in Karlsruhe.

Hier ein Link zu den Details – wann, was, wo …

Wir sehen uns?  Wir freuen uns alle auf Euren Besuch.

Ach ja, Ihr dürft allen von unserem Kunst-Event erzählen. Also fleißig teilen  🙂

Einen sonnigen Tag wünscht Euch, Eure Petra Kolossa.

 

 

Noch zehn Tage …

… dann ist es soweit!

Zehn wunderbare Künstlerinnen und Künstler stellen ihre Werke zum Thema

„Kunst durch Musik“ – Der emotionale Einfluss von Musik in der Kunst

in Karlsruhe aus. Es werden spannende und aufregende Tage für uns und ganz sicher erlebnisreiche für unsere Gäste und Besucher sein.

Wir, das sind:

Sabine Grötzbach – Malerei
Kirsten Wüst – Malerei
Klaus Eppele – Fotografie
Maria Lange – Malerei
Sabine Lange-Vogel – Airbrush
Monika Henkel – Bildhauerei
Diana Rastetter – Malerei, Tonarbeiten
Natalija Priester – Malerei
Wilfried Temp – Malerei
Petra Kolossa – Malerei / Assemblagen

Wir sind alle Mitglieder in der Künstlervereinigung „Fundus Artifex“ und haben diese Veranstaltung in der örtlichen Künstlergruppe Karlsruhe geplant.

Die Ausstellung wird vom 09. bis 11. September 2016 täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet sein. Wir Aussteller werden alle an den drei Tagen für unsere Besucher vor Ort sein. Eure Chance also, uns zu löchern, uns das zu fragen, was Ihr schon immer wissen wolltet.

Mit unserer Ausstellung unterstützen wir das Hospiz „Arista“. Zehn Prozent vom Verkaufserlös unserer Kunstwerke gehen an dieses Hospiz.  Außerdem spenden wir sämtliche Einnahmen aus dem Verkauf der bei der Malperformance entstandenen Kunstwerke und der kleineren durch die Künstlerinnen und Künstler zur Verfügung gestellten Kunststücke.

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Wir laden Euch herzlich zu unserer

Vernissage am 09. September 2016, ab 19:00 Uhr

ein. Ganz besonders freuen wir uns, dass uns Ronja Ramisch musikalisch begleiten wird. Sie ist 1. Bundespreisträgerin beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ 2016.

Jetzt habe ich Euch hoffentlich gründlich Appetit gemacht.
Wir freuen uns sehr, Euch und Eure Lieben an einem der drei Tage

vom 09. bis 1. September 2016
von 10:00 bis 18:00 Uhr
im Rathaus, Gewölbekeller

Pfinztaltraße 33
76227 Karlsruhe-Durlach

begrüßen zu dürfen.

Auf drei ereignisreiche Tage in Karlsruhe-Durlach freut sich

Eure Petra Kolossa

PS: Täglich ab 14:00 Uhr lädt das „Depot – Gute Weine“ zur Weinverkostung ein.

Mal schnell JA gesagt

So war das. Vor knapp einem Jahr entspann sich in der FX-Künstlergruppe Karlsruhe (FX = Fundus Artifex) die Idee, eine Ausstellung zum Thema „Kunst durch Musik“ – der emotionale Einfluss von Musik in der Kunst – zu gestalten. Die Idee von Wilfried Temp fanden wir richtig gut und Wilfried konnte seinem lang ersehnten Wunsch nachkommen. Denn, ein ähnliches Projekt plante er vor etlichen Jahren bereits mit seinem Künstlerfreund Ulrich Lassek. Leider kam es nicht mehr dazu. Er verstarb 2007 im Alter von 65 Jahren.

Musik ist ein geniales Thema. Fast ein ganzes langes Jahr bleibt uns Zeit, die Bilder zu malen. Da mache ich mit! Ist doch klar.

Der Zeitpunkt, endlich dieses Projekt in Angriff zu nehmen, rückte immer näher. Noch immer fand ich keinen roten Faden und mir wurde bewusst, wie schwer es ist, ein bestimmtes Thema zu bespielen. Die Leinwände lagen bereit, je 120 x 80 cm. Das sind schon ein paar Quadratmeter, die nach Farbe lechzten. Etliche Ideen schwirrten mir im Kopf, aber keine war so gut, dass ich ins Handeln kommen wollte.

Aber endlich! Das ist es! Vivaldi, die vier Jahreszeiten. Fast zehn Jahre arbeitete ich als Farb- und Persönlichkeitsberaterin. Die vier Jahreszeiten sollen sich in den vier Bildern widerspiegeln. Ich entschied mich, das Thema in Assemblagen umzusetzen.

Ich weihte Holger in das Thema ein. Er ließ sich von meinen Ideen anstecken und unterstützte mich von der ersten Minute an. Er ist ein hervorragender Handwerker.

Eine leider (zum Glück!) ruinierte Zither seiner Mutter baute er so um, dass sie in der ersten Jahreszeit zu finden ist. Für die zweite Jahreszeit bekam ich von Ferri, er ist Schlagzeuger bei „SoulCake„, Drumsticks spendiert, die jetzt in der Assemblage befestigt sind. Die Gitarre für die dritte Jahreszeit nahm den weiten Weg vom Trödelmarkt Bonn zu mir. Hier gibt es ein dickes Dankeschön zu „Janisa“. Das Integrieren dieser Gitarre in die Assemblage hat uns schon einige Kopfzerbrechen bereitet. Aber auch in diesem Fall: Holger fand eine Lösung.

Und für die vierte Jahreszeit wurde fix über ebay ein defektes Keyboard ersteigert. Die Klaviatur belebt nun die vierte Jahreszeit.

Einen winzigen Einblick will ich Euch gewähren. Komplett gibt es die Bilder aber erst, wenn sie in der Ausstellung hängen.

Hier also Bild-Schnipsel von Frühling, Sommer und Winter. Am Herbst arbeite ich zur Zeit.

Und hier lasse ich die Tür für Euch mal einen Spaltbreit auf:

Film: Maria Kolossa

Im nächsten Beitrag erfahrt Ihr mehr über diese Ausstellung. Aber heute schon mal für Euch zum Vormerken:

„Kunst durch Musik“

09. bis 11. September 2016
täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr

Rathaus-Gewölbekeller
76227 Karlsruhe-Durlach
Pfinztalstraße 33

Wir sehen uns? Super!
Die Vernissage ist am 09. September 2016, ab 19:00 Uhr

Einen schönen Abend wünscht Euch, Eure Petra.

 

 

… ein Schulterblick

zu den ersten Kunsttagen in Karlsruhe-Durlach im Juni.

Zur Zeit bin ich fleißig dabei die nächste Ausstellung vom 09. bis 11. September 2016 an gleicher Adresse vorzubereiten. Folgende Impressionen der letzten Ausstellung will ich Euch nicht vorenthalten.

Und hier die Akteure dieser Ausstellung. Wir fünf sind unter anderen bei der nächsten wieder dabei.

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v.l.n.r.: Natalija Priester, Petra Kolossa, Wilfried Temp, Monika Henkel, Diana Rastetter
Foto: Klaus Eppele

Die kommende Ausstellung mit zehn Künstlerinnen und Künstlern steht unter dem Thema „Kunst durch Musik“. Dazu gibt es mehr im nächsten Beitrag …

Herzlich, Eure Petra.

 

 

 

 

 

 

 

Mal vorbeischauen – Kunsttage Durlach

Am Wochenende ist es soweit! Wir stellen im Rahmen der Kunsttage in Durlach aus.

Wir, das sind:
Diana Rastetter  –  Malerei
Natalija Priester – Malerei
Monika Henkel – Skulptur
Wilfried Temp – Malerei
Petra Kolossa – Malerei

Ein Novum: Während dieser Ausstellung werden unter anderem neun meiner „Kätz“ zum ersten Mal in Deutschland zu sehen sein.

Ihr seid herzlich eingeladen, eine schöne Zeit in unserer Ausstellung zu verbringen, Euch an den Kunstwerken zu erfreuen, zu stauen und wer mag, auch sehr gern eines der wunderbaren Kunstwerke zu erwerben.

Ab 15:00 Uhr am 19. Juni 2016 laden wir zum Ausklang zu einer Finissage ein.

Im Stenogramm:

17. bis 19. Juni 2016, täglich von 11:00 bis 17:00 Uhr geöffnet

Rathaus – Durchlach
Gewölbekeller

Pfinztalstraße 33
76227 Karlsruhe – Durlach

Plakat

Ein erlebnisreiches Wochenende in Karlsruhe – Durlach wünscht, Eure Petra Kolossa.

Das Pendant

… will ich Euch nicht schuldig bleiben.
In meinem Beitrag „Dagegen! -Dafür!“ versprach ich das Pendant zu meinem Bild „Energien bündeln“.

Ich packte die sonnige, goldene, gelbe Kraft in die farbintensiven Kugeln, um diese als geballte Energie in das „Dafür!“ zu lenken.

Mir wurden inzwischen vielfältige Interpretationen entgegen gebracht – von wohligen Kuschelwolken, über beobachtende Augen bis hin zu „das hat so viel Kraft in sich“.

Es ist immer eine Sache des Betrachters. Und so soll es auch sein! Jeder möge das für sich mitnehmen, was sein Herz ihm sagt.

Hier ist: „Energien freisetzen“

Zuschnitt_Energien-freisetzen_IMG_1083„Energien freisetzen“, Petra Kolossa, 2016, 50 x 50 cm, mixed media (Aquarell / Acryl / Fineliner) auf Leinwand

Und hier das Set im Zusammenhang:

 

Einen energiereichen Freitag wünscht,
Eure Petra Kolossa.