Wenn die Puste raus ist …

Es faucht der Sturm da draußen und es wollte heute nie richtig Tag werden. Ich bin froh, mit einer warmen Tasse Tee in den Händen diesen ungemütlichen, wenn auch nicht frostigen, Tag in der gemütlichen Wohnung verbringen zu dürfen.

Der Winter hat in dieser Saison nur kurz vorbeigeschaut und ist wahrscheinlich mit Blick auf das Energiedilemma voller Verständnis für uns schnell wieder abgehauen. Nun, vielleicht erinnert sich dieser Winter auch an die Aussage aus der Politik vom November. Eine geschmolzene Schneeflockenträne rollt ihm die Wange herunter und er ist voller Zweifel, ob er Deutschland vielleicht doch komplett umschiffen sollte, also mal einfach den frostigen Teil ausfallen lässt. – Wir werden sehen, wie er sich entscheiden wird. Entsprechend des kalendarischen Winters hätte er noch ein paar Wochen Zeit, sich auszutoben.

Es ist Februar. Und bald ist der 14. Februar. Ihr wisst schon, der Valentinstag. Vor zwei Jahren schrieb ich dazu einen Beitrag. Hier könnt Ihr diesen gern lesen. Auch wenn das, was Ihr in diesem Beitrag findet, seine volle Gültigkeitkeit auch heute noch hat, habe ich extra für Euch heute ein weiteres Design herausgepickt, das so fantastisch zu diesem Tag passt.

„Tal der Liebe“. So der Titel dieses Bildes. Das Original findet Ihr hier, in meinem Shop für Originale und Unikate.  –  Und Ihr könnt Euer Liebhaberstück zum kleinen Preis hier auswählen.  Zum Beispiel …

🔺️🔻 Und spätestens jetzt bemerkt Ihr, dass ich einen Beitrag, den ich vor einigen langen Tagen zu schreiben begann, erst heute zu Ende bringe. Zwischenzeitlich kam mir der 12. Februar entgegen und ich nutzte den Bloggertag „12 von 12“ und spiegelte meinen Tag in Bildern.

Es scheint so, dass es mir von Tag zu Tag schwerer fällt, leicht und unbeschwert daher zu plappern. Die äußeren Umstände blockieren meine Leichtigkeit. In meinem Leben lernte ich, sehr genau zuzuhören, zu beobachten und Schwingungen aufzunehmen. Wir tun das sicher alle, um einem diversen Selbstschutz wegen. Es steckt in uns. Bei einem mehr, beim anderen weniger.

Da ich mich seit nun über zwanzig Jahren nicht mehr aus dem Fernsehgerät beplappern lasse und die gelieferten Nachrichten aus dem Öffentlich Rechtlichen Rundfunk dosiert zwei bis drei mal am Tag konsumiere, ist mein Hirn ziemlich unbeeinflusst. Ich kann also, das Gehörte und das Gelesene sehr nuanciert verarbeiten. Es schmerzt mich unendlich, bewusst zu erleben, was mit uns getan wird, was wir mit uns machen lassen.

Ich kann es nicht mehr ertragen, von Politikern für dumm gehalten, verklappst und belogen zu werden. Ich kann es nicht mehr ertragen, von respektlosen, selbstüberschätzten, machtgierigen, Gehorsam einfordernden Akteuren an der Nase herumgeführt zu werden. Ich kann es nicht mehr ertragen, wie politisch  international arrogant auf den Pudding gehauen wird. Ich kann es nicht mehr ertragen, zu erleben, wie in unserem kleinen Land stigmatisiert wird. Das ist das größte Elend, das überhaupt von uns allen zugelassen wird. Hier wird eine riesengroße Menschengruppe von etwa dreißig!!! Millionen Menschen ins Aus gedrückt. Und wir gucken einfach zu und lassen es uns aus Angst vor Repressalien gefallen. Repressalien, die sich eine Politikerriege, die nur eine Minderheit der  Wähler wollte, anmaßt. Das Ergebnis, ein politisches Spielchen, das das Wahlgesetz hergibt, wenn die niedrigen Prozentzahlen nichtgewählter Parteien zusammengerechnet werden, eine minimalistische Mehrheit ergeben. Es lebe hoch, unsere Ampel-Regierung. Welch ein Graus!

Ich habe mich bereits sehr weit rausgelehnt. Das weiß ich. Jeder darf seine Meinung sagen. Das darf jeder Mensch auf der ganzen Welt. Natürlich. Wenn es jedoch in das jeweilige politische Narrativ nicht passt, hat man eben Pech und muss mit Konsequenzen rechnen. Selbstverständlich. Das moderne Mundtotmachen ist das Sperren der Accounts, der Webseiten, des Zugangs zu den sozialen Medien. Schrecklich für Blogger, YouTuber, Shop-Betreiber, Podcaster –  für alle, die ihr Wirken auf diese Weise nach außen tragen. Für viele geht das ans Eingemachte und es ist existenzbedrohend. Also wägt jeder sehr genau ab, was er tut, auch ich. Deshalb verwende ich diverse Wörter nicht, um den Suchmaschinen nicht in die Hände zu spielen.

Jetzt habe ich mir etwas Luft gemacht, Platz in meiner Seele geschaffen. Ganz sicher bringt es mir etwas Leichtigkeit und vor allem hoffentlich die Schreibfreude zurück.

Muss aus Dir etwas heraus? Tue es einfach. Unten im Kommentarfeld hast Du ausreichend Platz. Mache Deiner Seele Luft.

Jetzt genieße ich einen guten Kaffee, wünsche Euch einen  schönen Nachmittag, genießt Euren Sonntag ☕😊

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

Das Dilemma eines Individuums

Als ich meine letzte Woche reflektiere, bemerke ich an mir selbst, wie müde ich mich fühle. Damit meine ich nicht den vermeintlich fehlenden Schlaf. Mich erschöpft es, zu beobachten, wie die Menschen dieses, auch  meines, Landes bewusst und zielorientiert gespalten werden. Gruppen und Schichten feinden sich an. Nur wenige Menschen sind bereit zuzuhören, Toleranz zu üben und auch mal zu hinterfragen.

In dieser letzten Woche war in den morgendlichen Nachrichten zu hören, dass die Kinder eine große Wut auf die älteren Menschen hätten, weil diese noch immer nicht das sich sechsmonatig erneuernde Abo-Angebot der Regierung angenommen haben. Mir lief die Gänsehaut. Im Namen der Kinder rief eine Vereinigung dazu auf, das endlich zu tun, da schließlich sie die waren und sind, die am meisten unter den Einschränkungen gelitten hätten. Sehr bewusst wird hier ein medialer Einfluss benutzt, der mich äußerst nachdenklich stimmt. Als ob es nicht genügend Zersplitterung in der Bevölkerung gäbe, wird noch eins draufgesetzt; jung gegen alt.

Und so gelang neben dem eine Informationsflut in mein Bewusstsein, die ich sehr wohl genau aufnehme und darüber nachdenke. Das gesagte und geschriebene Wort sind für mich kein Schall und Rauch.  Es prägt sich ein und will verarbeitet werden.

Mir wurde in der letzten Woche erneut klar, dass das Äußern einer Meinung entgegen des Mainstreams Wasser in den See getragen ist. Es ist also kein Zufall, dass ich peinlich bemüht bin, in meinen Zeilen hier diverse Schlagworte zu vermeiden, um den Suchmaschinen und der „Künstlichen Intelligenz“ kein Futter vor die Füße zu werfen.

Ist es noch so, dass wir abseits der für allgemein gültig erklärten Meinung, frei und ohne diffarmiert zu werden, das sagen können, was wir denken? Dürfen wir eine vorgefertigte Meinung öffentlich hinterfragen, ohne, in die Ecke der sogenannten Querdenker oder Aluhutträger gesteckt zu werden? 

Die inzwischen zwanzig Monate, in denen wir mit diesem Dilemma leben, haben mich dünnhäutig gemacht. Und mir ist bewusst, dass noch einige Herausforderungen auf uns, auf mich, warten.

Ich bin dankbar für jede sensible Begegnung und die kleinen Dinge des Alltags, die mein Herz öffnen. So, wie dieses Sträußchen, die wahrscheinlich letzten Blumen vor dem Winter aus dem kleinen Garten.

In den nächsten Wochen werde ich Kraft vor allem im Texten und in den Farben saugen.

Möget auch Ihr einen Punkt haben, an dem Ihr Energie tanken dürft.

Herzlich, Eure Petra Kolossa.